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Karpathy programmiert kaum noch – stattdessen baut KI sein Wiki

OpenAI-Mitgründer Andrej Karpathy programmiert kaum noch. Stattdessen lässt er KI sein Wissen verwalten: über 100 Artikel, 400.000 Wörter, alles durchsuchbar. Wie der Workflow aussieht.

Andrej Karpathy – Mitgründer von OpenAI, Ex-KI-Chef bei Tesla, einer der bekanntesten Forscher der letzten Dekade – programmiert kaum noch. Stattdessen lässt er KI sein komplettes Wissen verwalten. Artikel, Studien, Datensätze werden automatisch zu einem Wiki mit über 100 Artikeln und 400.000 Wörtern – durchsuchbar wie das eigene Gehirn.

Im Video zeige ich seine Setup-Beschreibung. Hier im Artikel zeige ich, wie du einen ähnlichen Workflow für dein Wissensmanagement aufbaust – auch wenn du nicht der OpenAI-Mitgründer bist.

Was Karpathy genau tut

Statt Notizen in Notion, Obsidian oder Markdown-Dateien zu pflegen, lässt Karpathy KI seine Inputs strukturieren. Er liest einen Artikel, hält ein Konzept fest, und ein Agent verarbeitet das in den passenden Wiki-Artikel – inklusive Verknüpfung zu verwandten Themen.

Das Ergebnis ist nicht nur eine Sammlung, sondern ein lebendiges Wissensnetz. Jeder neue Input verändert auch alte Artikel, wenn neue Informationen sie ergänzen. Genau das macht Wissensmanagement skalierbar.

Wie du das ohne 1-Mio-Dollar-Budget nachbaust

Drei Komponenten reichen. Erstens: eine Notiz-Datenbank – Notion, Obsidian, Logseq, alle funktionieren. Zweitens: ein Capture-Tool, das jeden Input dorthin schickt – Readwise, Pocket oder eine Browser-Extension. Drittens: ein Agent, der Inputs strukturiert und in die Datenbank schreibt.

Den Agenten kannst du mit Claude oder GPT bauen. Ein einfacher Workflow: Input erkennen, in Themen-Tags zerlegen, in den richtigen Wiki-Artikel einfügen, neue Verknüpfungen vorschlagen. Das passt in 200 Zeilen Python und kostet 5-20 Euro im Monat an Token.

  1. Wähle ein Wissens-System – Notion, Obsidian oder Logseq
  2. Setze einen Capture-Mechanismus auf – Readwise, Browser-Extension, E-Mail-zu-Notion
  3. Baue einen Verarbeitungs-Agent mit Claude oder GPT
  4. Definiere Tag-Hierarchie und Artikel-Templates
  5. Lass den Agent erst manuell prüfen, dann automatisch laufen

Was sich für dich produktiv ändert

Der größte Hebel ist nicht das Sparen von Tipparbeit, sondern die Veränderung des Denkens. Wer weiß, dass jede Notiz automatisch ins persönliche Wiki einfließt, notiert anders – knapper, präziser, mit besseren Stichworten.

Nach drei bis sechs Monaten bemerkt man eine andere Veränderung: Man hört auf, Dinge bei Google zu suchen, die man selbst schon gelernt hat. Das eigene Wiki wird zur ersten Anlaufstelle. Das spart Zeit, aber wichtiger: es vertieft das eigene Verständnis.

Häufige Fragen

Welche Tools empfiehlst du konkret?

Für Einsteiger: Notion + Readwise + Claude. Für Power-User: Obsidian + Browser-Extension + selbstgebauter Agent. Wer komplett selbstgehostet arbeiten will: Logseq + LocalAI mit Llama 3.

Wie lange dauert der Aufbau?

Grundsetup an einem Wochenende. Sinnvoll nutzbar nach 4-6 Wochen, weil das System mit Inhalt gefüllt sein muss. Echtes Wert-Erleben nach 3-6 Monaten konsequenter Nutzung.

Was ist mit Datenschutz?

Wenn du Cloud-Tools nutzt, lagert dein Wissen bei US-Anbietern. Für sensible Inhalte: Obsidian lokal mit verschlüsseltem Backup, oder LocalAI für die KI-Verarbeitung. Die meisten Inhalte vertragen Cloud problemlos, aber die Auswahl muss bewusst sein.

KI-gestütztes Wissensmanagement in deinem Unternehmen einführen?

Wir helfen Mittelständlern, eine Wissensbasis aufzubauen, die mit dem Unternehmen wächst – und nicht in Tausenden Word-Dokumenten versandet.

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