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Diese Oma auf TikTok gibt es nicht – sie ist komplett KI

Granny Spills hat über eine Million TikTok-Follower gesammelt – mit frechen Sprüchen, Designersonnenbrille und Privatjet. Das Problem: Sie existiert nicht. Sie ist komplett KI-generiert.

Sie heißt Granny Spills, trägt eine Designersonnenbrille, fliegt Privatjet und hat freche Sprüche auf Lager – über eine Million TikTok-Follower in wenigen Wochen. Das Problem: Sie existiert nicht. Kein Drehteam, keine Maskenbildnerin, kein Drehbuchautor. Alles KI.

Im Video zeige ich den Workflow hinter Granny Spills. Hier erkläre ich, warum dieses Konzept funktioniert – und was es für Marken und Content-Ersteller bedeutet.

Wie Granny Spills funktioniert

Hinter Granny Spills steckt ein kleines Studio mit zwei Personen. Der Ablauf ist vollständig automatisiert: Ein KI-Modell, das auf älteren Videos des Charakters trainiert wurde, generiert neue Skripte im richtigen Ton und Stil. Ein Videogenerator übersetzt diese Skripte in fertige Clips. So entstehen dutzende Videos pro Monat ohne einen einzigen menschlichen Schauspieler.

Das Prinzip dahinter ist simpel und wirkungsvoll: Ein Charakter, dem Menschen vertrauen, kombiniert mit einem Gesicht, das nie müde wird, nie altert und nie Nein sagt. Granny Spills ist nicht der einzige Charakter aus diesem Studio – das gleiche System betreibt mehrere KI-Persönlichkeiten parallel in verschiedenen Nischen.

KI-Charaktere als skalierbares Business-Modell

Was Granny Spills demonstriert, ist kein Einzelfall. Mehrere Studios weltweit haben ähnliche Systeme aufgebaut: KI-Influencer in bestimmten Nischen, die Markendeals abschließen, Produkte empfehlen und Followerzahlen aufbauen – ohne die variablen Kosten eines menschlichen Creators. Der einzige Engpass ist die Qualität des initialen Charakter-Designs.

Die ökonomische Logik ist klar: Einmalige Investition in ein KI-System versus fortlaufende Creator-Gagen, Produktionskosten und das Risiko von Reputationsschäden durch menschliche Fehler. Für bestimmte Nischen – Unterhaltung, Lifestyle, einfache Produkte – ist dieses Modell bereits heute profitabel.

Was das für Marken und Marketer bedeutet

KI-Influencer verändern das Spielfeld für Marken. Einerseits entstehen neue Partner, die niemals einen schlechten Tag haben und nie einen Skandal verursachen. Andererseits sinkt das Vertrauen der Zuschauer, sobald die KI-Natur bekannt wird – Transparenz wird zum Wettbewerbsvorteil oder zum Problem, je nach Zielgruppe.

Langfristig wird der Unterschied zwischen echten und KI-Creatorn für Zuschauer schwerer zu erkennen sein. Die Frage ist nicht mehr ob KI im Content-Marketing eine Rolle spielt – sondern wie transparent man damit umgeht. Marken, die das jetzt verstehen, haben einen Vorteil.

Häufige Fragen

Wer steckt hinter Granny Spills?

Hinter Granny Spills steckt ein kleines Studio aus zwei Personen. Der genaue Name des Studios ist nicht öffentlich. Das Konzept – KI-generierter Charakter mit automatisiertem Content-Workflow – ist auf mehrere parallele Social-Media-Persönlichkeiten ausgerollt.

Ist es legal, einen KI-Influencer zu betreiben?

In den meisten Ländern ist es legal, KI-generierte Charaktere auf Social-Media-Plattformen zu betreiben. Problematisch wird es bei Werbung ohne klare Kennzeichnung – in Deutschland und der EU sind Werbeposts kennzeichnungspflichtig, unabhängig davon, ob der Ersteller menschlich oder KI-generiert ist.

Kann ich einen KI-Influencer für meine Marke erstellen?

Ja – die technischen Hürden sind gesunken. Textgenerierung, Bild- und Videosynthese sind heute mit überschaubarem Budget zugänglich. Der schwierigste Teil ist nicht die Technik, sondern das Charakter-Design: eine Persönlichkeit zu schaffen, mit der echte Menschen eine emotionale Verbindung aufbauen.

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