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Smart Contact Lens: Das kleinste Display der Welt

Mojo Vision hat ein MicroLED-Display gebaut, das auf eine Kontaktlinse passt – mit 14.000 Pixeln pro Zoll, Sensoren und drahtloser Batterie. AR direkt auf der Netzhaut.

Das kleinste Display der Welt passt auf eine Kontaktlinse. 2022 wurde es zum ersten Mal live getestet – direkt im Auge des CEOs von Mojo Vision. Ein MicroLED-Display mit 14.000 Pixeln pro Zoll, integriertem Prozessor, Sensoren und drahtloser Batterie. AR ohne Brille, direkt auf der Netzhaut.

Im Video zeige ich die Originalaufnahmen und Demos. Hier im Artikel ordne ich ein, warum das Projekt erst pausiert wurde, was technisch davon übrig ist und wann der nächste ernsthafte Anlauf realistisch ist.

Was Mojo Vision wirklich gebaut hat

Das Mojo Lens war keine Konzeptstudie, sondern ein funktionsfähiges Produkt. In der Linse stecken: ein MicroLED-Display mit 14.000 Pixeln pro Zoll, ein Bewegungssensor, eine Drahtlos-Antenne und eine kabellose Batterie. Die Informationen werden vom Smartphone übertragen und direkt auf die Netzhaut projiziert.

Die technische Leistung war enorm. Aber die Wirtschaftlichkeit war es nicht. 2023 hat Mojo Vision das Projekt eingestellt – nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil die Finanzierung für die letzten 5 Prozent fehlte.

Warum AR-Kontaktlinsen wiederkommen werden

Das Problem klassischer AR-Brillen wie Apple Vision Pro oder Meta Quest ist Sichtbarkeit. Niemand möchte den ganzen Tag eine Brille im Gesicht. Kontaktlinsen lösen das. Sie sind unsichtbar, integrieren sich nahtlos in das Sehen und können theoretisch immer mitgetragen werden.

Der Markt ist riesig: jeder, der ohnehin Brille oder Kontaktlinse trägt. Mehrere hundert Millionen Menschen weltweit. Wer hier zuerst ein zuverlässiges Produkt liefert, könnte den Apple-Vision-Pro-Markt um den Faktor zehn übertreffen.

Wer den nächsten Anlauf macht

Mojo Vision selbst arbeitet weiter, mittlerweile mit Fokus auf MicroLED-Komponenten für AR-Brillen. Samsung hat 2024 Patente für AR-Kontaktlinsen angemeldet. XPANCEO und InWith zeigen Demos auf der CES. Apple wird vermutet, aber bestätigt nichts.

Realistisch werden wir vor 2028 keine kaufbaren AR-Kontaktlinsen sehen. Aber wer in Konsumentengeräten, Werbung oder Bezahlsystemen plant, sollte dieses Szenario in seinen 5-Jahres-Plan einbauen. Wenn AR-Kontaktlinsen kommen, ändern sie alles.

Häufige Fragen

Sind AR-Kontaktlinsen für jeden geeignet?

Medizinisch noch nicht. Augenärzte sehen Risiken bei Langzeittragen wegen Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Erste Produkte werden auf Träger beschränkt sein, die ohnehin Kontaktlinsen tragen, mit begrenzter Tragedauer.

Wie funktioniert die Stromversorgung?

Mojo nutzte drahtlose Energieübertragung von einem Halsband. Aktuelle Forschung experimentiert mit Tränenflüssigkeit als Energiequelle und mit besonders effizienter MicroLED-Technik. Die Energiefrage ist gelöster als noch vor drei Jahren.

Was bedeutet das für Apple Vision Pro?

Mittelfristig nicht viel. Vision Pro adressiert andere Use Cases – Arbeiten, immersives Entertainment. AR-Kontaktlinsen werden für leichte Overlay-Information genutzt – Navigation, Benachrichtigungen, Bezahlen. Beide Formate werden parallel existieren.

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