Video: KI-generierter Avatar und KI-Stimme von Alex Trupp · KI-Transparenz
Die Firma, die KI-Bilder malt, baut jetzt einen Ganzkörper-Scanner. Midjourney hat ein Gerät vorgestellt, das dich in 60 Sekunden komplett durchleuchtet – ohne MRT-Röhre, ohne ionisierende Strahlung. Du wirst auf einer Plattform in ein flaches Wasserbecken abgesenkt, ringsum stehen Ultraschall- und andere Sensoren.
Im Video zeige ich, wie das Gerät funktioniert und was die Ausgabe kann – hier erkläre ich, warum dieser Schritt von einer KI-Softwarefirma zu Medizin-Hardware strategisch Sinn ergibt.
Wie der Midjourney-Scanner funktioniert
Das Gerät nutzt eine Kombination aus Ultraschall-Arrays und weiteren Sensoren, die rund um einen Wassertank angeordnet sind. Wasser leitet Schallwellen besonders effizient – deshalb das Becken. Die Sensoren messen Reflektionen aus verschiedenen Winkeln und Tiefen, eine KI berechnet daraus ein dreidimensionales Modell des Körperinneren.
Der entscheidende Vorteil gegenüber MRT und CT: kein Lärm, keine Enge, keine Strahlenbelastung. Ein klassisches MRT-Gerät kostet 1–3 Millionen Euro, belegt Platz wie ein kleines Zimmer und erfordert hochqualifiziertes Bedienpersonal. Der Midjourney-Scanner soll als Gerät konzipiert sein, das in eine normale Arztpraxis oder einen Fitnessstudio-Bereich passt.
Warum macht das Midjourney?
Midjourney ist als KI-Bildgenerierungsplattform bekannt, hat aber von Anfang an einen breiten Technologieanspruch formuliert. Gründer David Holz hat mehrfach öffentlich gesagt, das Ziel sei nicht Bildgenerierung als Selbstzweck, sondern die Erforschung und Abbildung der Welt – real wie imaginär.
Ein Ganzkörperscanner ist in diesem Sinne keine Ablenkung, sondern eine Konsequenz: das reale Gegenbild zur KI-generierten Welt. Dazu kommt ein lukrativer Markt. Präventivmedizin und personalisierte Gesundheitsdaten sind ein Milliardenmarkt, der von Technologiefirmen bisher kaum besetzt ist. Apple Watch misst Herzfrequenz; ein Midjourney-Scanner könnte das komplette Körperinnere erfassen.
Wann kommt der Scanner – und für wen?
Midjourney hat noch kein Markteinführungsdatum genannt. Das Gerät befindet sich in der Prototyp-Phase. Erste Tests laufen offenbar mit medizinischen Partnern; eine Zulassung als Medizinprodukt (CE in Europa, FDA in den USA) würde je nach Klassifizierung ein bis vier Jahre dauern.
Die wahrscheinlichste Ersteinführung: Premium-Gesundheitszentren und Longevity-Kliniken – ein Markt, der unter anderem durch Bewegungen wie Bryan Johnsons „Blueprint“ stark gewachsen ist. Ob der Scanner jemals im Hausarztpraxis-Maßstab erschwinglich wird, hängt stark von Produktionskosten und Regulierung ab.
Häufige Fragen
Ultraschall gilt als unbedenklich – er wird seit Jahrzehnten in der Medizin eingesetzt, auch in der Schwangerschaft. Da das Gerät keine ionisierende Strahlung nutzt, ist das Strahlenrisiko gleich null.
Noch kein konkretes Datum. Der Prototyp wird aktuell mit medizinischen Partnern getestet. Eine FDA- oder CE-Zulassung ist für medizinische Scans Pflicht und dauert mehrere Jahre.
Midjourney hat noch keine Preise genannt. Als Vergleich: kommerzielle Ultraschall-CT-Geräte liegen heute bei 200.000 bis 500.000 Euro. Midjourney wird auf deutlich niedrigere Kosten zielen müssen, um den Massenmarkt zu erreichen.
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