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OpenAI Codex Update: Der persönliche KI-Mitarbeiter ist da

Codex bedient deinen Mac, merkt sich Workflows und arbeitet tagelang autonom. Computer Use, Memory, 90 neue Plugins. Die wichtigsten Neuerungen und was sie für deine Arbeit bedeuten.

Ein massives Codex-Update verwandelt den ehemaligen Coding-Agenten in einen vollwertigen KI-Mitarbeiter. Computer Use für macOS, persistentes Memory, Automationen über Tage und Wochen, ein eigener In-App-Browser, Bildgenerierung und über 90 neue Plugins für Slack, Notion, Google Docs, GitLab und die Microsoft Suite.

Im Video gehe ich durch die wichtigsten Features. Hier im Artikel zeige ich, was das in der Praxis bedeutet – inklusive der Einschränkungen, die im deutschsprachigen Markt aktuell noch gelten.

Computer Use: Was die neue Funktion wirklich kann

Codex steuert mit Computer Use deinen Mac mit einem eigenen Cursor. Apps öffnen, in Eingabefelder tippen, Buttons klicken, Tabs wechseln – der Agent macht das, was du sonst manuell machen würdest. Anders als reine Skript-Automatisierung versteht er den visuellen Kontext.

Der Haken: Computer Use ist aktuell nur auf macOS verfügbar und nicht in Europa, UK oder der Schweiz. OpenAI begründet das mit regulatorischen Unsicherheiten rund um den EU AI Act. Wer trotzdem testen will, braucht einen US-Account und VPN – was für Unternehmen aus Compliance-Gründen meist keine Option ist.

Memory: Codex merkt sich, wer du bist

Persistentes Memory ist die unspektakulär aussehende Funktion, die im Alltag den größten Unterschied macht. Codex merkt sich, welche Tools du nutzt, wie du Dinge formuliert haben willst, welche Korrekturen du an früheren Outputs gemacht hast – und wendet das automatisch beim nächsten Mal an.

Für Wissensarbeiter heißt das: ein gut eingearbeiteter Codex spart pro Woche mehrere Stunden, weil weniger nachjustiert werden muss. Vergleichbar mit einem Praktikanten, der nach drei Monaten weiß, wie man im Team arbeitet.

Was das gegenüber Anthropic Managed Agents bedeutet

OpenAI und Anthropic bauen aktuell dieselbe Schicht: Agenten, die nicht mehr nur antworten, sondern handeln. Anthropic ist mit Managed Agents bei Notion, Asana und Sentry produktiv. OpenAI versucht mit Codex, denselben Markt aus der Consumer-Perspektive zu adressieren.

Mein Eindruck: für Entwickler-getriebene Workflows hat Codex aktuell die Nase vorn. Für Enterprise-Integration in bestehende Tool-Landschaften ist Anthropic strukturierter aufgestellt. Wer beide ernsthaft evaluiert, sollte für jeden konkreten Use Case einen Side-by-Side-Test machen.

Häufige Fragen

Kann ich Codex Computer Use in Deutschland nutzen?

Offiziell nein. OpenAI hat Computer Use für die EU vorerst nicht freigegeben. Memory, Plugins und der eigene Browser sind dagegen auch in Deutschland verfügbar.

Wie sicher ist es, einer KI Tastatur und Maus zu überlassen?

Aus Sicherheitsperspektive ist Computer Use ein erhebliches Risiko. Empfohlene Best Practice: Codex in einer separaten Nutzersitzung oder VM laufen lassen, kritische Apps und Passwörter isoliert halten.

Was kostet das neue Codex?

Codex ist Teil des ChatGPT-Abos. Power-Features wie Long-Running Automations werden zusätzlich nach Compute-Verbrauch abgerechnet – realistisch zwischen 50 und 200 Euro pro Monat bei intensiver Nutzung.

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